Jesus hat für uns gebetet

Seit bereits einigen Monaten besuche ich die Evangelische Gemeinde Limmattal (EGLi) und auch deren «Jugi», wobei der Name etwas täuschen kann, da es eigentlich alles junge Erwachsenen sind und nicht mehr Jugendliche. In der jetzigen Zeit wo wir uns nicht mehr physisch versammeln dürfen, haben wir uns sowohl für den Gottesdienst als auch für die Jugi jeweils Online getroffen, so auch diesen Samstag.

Die Limmat im Frühling 2020, mit kräftigen grünen Bäumen und Gräser links und rechts entlange dem Wasser und einen mit Wolken betupften blauen Himmel.
Limmat in Dietikon

Wir betrachtet gemeinsam den Text aus Johannes 17,20-26 und ich möchte diesen hier Vers für Vers durch gehen und meine Gedanken weitergeben, welche mir gestern wichtig wurden.

20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden,
21 dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.

Johannes 17,20-21

Das Kapitel 17 ist ein Gebet Jesu, auch bekannt als das hohepristerliche Gebet. Im letzten Abschnitt betet Jesus explizit für uns, welche wir doch ausschliesslich durch das Wort, ohne Jesus selber gesehen zu haben, zum Glauben gefunden haben. Also nochmals: Jesus hat für dich und mich ganz persönlich gebetet!

Und seine Bitte an den Vater ist, dass wir eins werden, eine Einheit bilden, damit wir ein Zeugnis für die Welt sein können. Dazu sei auch Epheser 4 erwähnt, insbesondere ab Vers 11-14.

11 Und er selbst gab den Heiligen die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer
12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden,
13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Menschen, zum vollen Maß der Fülle Christi,
14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch das trügerische Würfeln der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.

Epheser 4,11-14

Ohne Einheit (im Wort) werden wir wie ein Blatt oder eine Feder vom Wind von einer (falschen) Lehre zur nächsten geweht und die eigentliche Wahrheit, das Wort Gottes verliert an Fokus, womit wir dann auch kein Licht für die Welt sein können.

22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, auf dass sie eins seien, wie wir eins sind,
23 ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.

Johannes 17,22-23

Es ist nicht ganz Einfach zu verstehen was denn «Herrlichkeit» bedeutet. Mit persönlich gefiel der Vergleich von Sünde als Gegenteil der Herrlichkeit. Wo keine Herrlichkeit ist, da ist Sünde und Verderben. Jesus kam in diese Welt und brachte die himmlische Herrlichkeit mit sich und starb für uns am Kreuz, damit wir gerettet werden.

Die Einigkeit in dieser Zuversicht, diesem Sehenen nach der Herrlichkeit soll ein weiteres Zeugnis für die Welt sein.

24 Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war.

Johannes 17,24

Dieser Vers hat mich am meisten Angesprochen, denn Jesus bittet seinen Vater, das wir Gläubige doch zu ihm, in seine Herrlichkeit kommen können. Jesus hat ein inniges Verlangen nach Gemeinschaft mit uns! Und wir können die Gewissheit haben, dass der Vater das Gebet seines Sohnes erhört – wir werden einmal seine Herrlichkeit direkt erfahren können.

Man kann aber auch die Vorfreude von Jesus heraus hören. Jesus kennt bereits diese Herrlichkeit und er kann es kaum erwarten, diese mit uns zuteilen. Stellt euch dazu das Gefühl vor, wenn ihr super schöne Ferien oder sonst ein mega Erlebnis hattet und ihr kaum warten könnt, diese Erfahrung mit Freunden und Familien zu teilen. Jesus kann es kaum erwarten uns in Gottes Herrlichkeit willkommen heissen zu dürfen.

25 Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

Johannes 17,25-26

Nicht alle wollen Jesus erkennen, aber die, welche Jesus als den von Gott gesandten erkennen, erhalten die volle Liebe des Vaters und Jesus wird eins mit uns (durch den Heiligen Geist).

Zusammenfassung

Jesus bittet den Vater, dass wir eine Einheit bilden, in dem wir erkennen, dass Jesus vom Gott gesandt ist um uns zu erretten und damit wir durch unser Einheit, auch andere davon überzeugen können.

Jesus bittet weiter, dass wir bei ihm sein können, damit wir Gottes unvorstellbare Herrlichkeit erfahren dürfen.

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Geschrieben am 17.05.2020 von admin in Bibelstudium, Glauben
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Technik an Ostern

Momentan lese ich das Buch «Wie dein Smartphone dich verändert» von Tony Reinke (Originaltitel: «12 Ways Your Phone Is Changing You») und kam im Einleitungskapitel auf eine Stelle die mich angesprochen hat und ganz gut in die jetzige Osterzeit passt.

In der Einleitung holt der Autor etwas aus, was überhaupt Technik ist und wie man das biblisch betrachten kann. Und tatsächlich sind die Gedanken sehr interessant, denn die Geschichte der Menschheit ist durch und durch von «Technik» geprägt. Mit Gott gegebenen Ressourcen werden mit Technik Dinge geschaffen, welche zum Guten als auch zum Schlechten verwendet werden können. Von Werkzeugen, über Transportmöglichkeiten, bis hin zu Waffen, Computer und, dem Buch entsprechend, zu Smartphones.

Doch es geht nicht nur darum, dass es Technik gibt, sondern es geht auch darum, dass Gott die Technik aktiv einsetzt. Hätte das Wort Gottes sich so weit verbreiten können ohne der Technik des Buchdrucks?

Aber nicht alles dient zum Guten, denn wer z.B. Zugang zu einer Eisenmine hatte und Schmiede anstellen konnte, hatte automatisch Zugang zu Herstellung von Waffen und somit Zugang zu Macht. Die gleiche Situation haben wir auch heute, nur beinhalten die heutigen Waffen Uranium.

Das Alles hat nun insofern mit Ostern zu tun, dass auch dort die Technik des Herstellen von Balken aus Bäumen und Nägel aus Eisen für ein furchtbares Folterinstrument missbraucht wurde. «Gott erschuf Bäume, damit sie dem Menschen dienten, aber der Mensch erfand Kreuze, um andere Menschen umzubringen. In der Finsternis dieses Augenblicks äusserster Bosheit kam Gottes Plan für die herrliche neue Stadt einen entscheidenden Schritt voran.»

Denn Gott hat alles in der Hand: «Alle Technik, selbst in den Händen der bösesten Menschen mit den übelsten Absichten, steht niemals ausserhalb des alles regierenden Planes Gottes. […] Gott bediente sich der Technik des Kreuzes und ‹kehrte durch einen kleinen Kniff dessen Wirkung um›.»

In Mitten alle dem Chaos um COVID-19, Machtspiele, Politik, Kriege, Nöte, usw. laufen wir Gefahr zu vergessen, dass Gott einen unabänderbaren Masterplan hat. Anstatt unsere Zeit mit Verschwörungstheorien über die «wirklichen Gründe» für oder «magische Heilmittel» gegen COVID-19 zu verschwenden, sollten wir uns doch viel Mehr in Gottes Wort und Gebet vertiefen. Denn egal ob die Regierung korrupt ist, die Wirtschaft von Grossbanken in den Abgrund gefahren wird, oder der Virus von Menschen erschaffen ist, alles ist in Gottes Plan eingerechnet und nichts wird IHN daran hindern ein neues und herrliches Königreich aufzubauen, an welchem wir teilhaben können.

Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Busse und glaubt an das Evangelium!

Markus 1,15

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist.

Epheser 2,19-20
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Geschrieben am 10.04.2020 von admin in Bibelstudium, Glauben
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Vergebung ist …

Nach langer Zeit hört ihr endlich Mal wieder etwas von meiner Seite, was nichts mit Programmieren oder ähnlichem zu tun hat.

«Vergebung ist …» – Einigen von euch werden jetzt evtl. die Comics oder Gedichte in den Sinn kommen mit den Titel «Liebe ist …» und obwohl das Thema Vergebung ist, so kommt man nicht an der Liebe vorbei. Es steht ja schliesslich nicht umsonst geschrieben, dass ohne Liebe alles Nichts wäre (1. Korinther 13), sondern es ganz klar, dass Vergebung unserer Sünden nur durch die Liebe Jesu Christi geschehen konnte und dass wir nur durch diese Liebe anderen Menschen vergeben können.

Meist sind uns die Prinzipien von Vergebung sehr klar, es ist ja auch nichts kompliziertes, aber wie sieht es dann ganz praktisch aus? Für mich persönlich spielt die Vergebung im Alltag oft einen sehr kleine Rolle. Logischer Weise muss man nicht krampfhaft nach Gründen für Vergebung suchen, aber dies ist doch oft auch gar nicht nötig. Vergebung muss auch nicht etwas weltbewegend Grosses sein, sondern es kann im ganze Kleinen geschehen. Hat jemand unrecht an dir getan oder hat jemand dich beleidigt oder verletzt? Vergib ihnen! Ist es unfair oder gemein? Hat es diejenige Person erst gar nicht verdient? Ist der Schmerz zu gross? Es sind alles Gründe, aber sie sollten für die Vergebung kein Hindernis sein. Denn der Herr Jesus kam auf diese Welt nicht für die heilen Leute, nicht für die denen es gut geht, sondern er kam als Arzt auf diese Welt um Menschen in Not zu helfen, um denen zu helfen, welchen niemand anderes helfen kann oder will, ja denen welche nicht einmal wissen wie sie sich selber helfen können.

Egal was du getan hast, ER kam auch für dich und hat dir deine Missetaten vergeben. Wenn also Jesus Christus als Teil des Dreieinigen Gottes Mensch wurde um uns Sünder, die wir es nicht verdient haben, zu vergeben, sollten wir nicht auch im Stande sein als sündiger Mensch anderen zu vergeben? Denn es steht im und nach dem Vaterunser geschrieben:

Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. (Matthäus 6,9-15)

Gott kann uns nur dann voll und ganz vergeben, wenn wir anderen ebenfalls voll und ganz vergeben können.

Auf das Thema bin ich nicht einfach so gekommen, sondern ich wurde heute Morgen sehr berührt durch das Zeugnis von Ursula Link. Die eine Tochter von Ursula Link wurde in der Milleniumsnacht ermordet. Der Schmerz von solch einem Verlust kann niemand nachvollziehen und ist erst gar nicht beschreibbar. Man wird von einem Moment auf den anderen aus dem Alltag gerissen und der Weg zurück scheint unmöglich. Ich möchte hier jetzt nicht die ganze Geschichte erzählen (unten gibt es ein einstündiges Video von ihr), sondern möchte einfach zum «Ende» der Geschichte springen.

Wie gesagt, solch ein Schmerz ist unvorstellbar und es scheint doch unmöglich, dass man dem Mörder vergeben kann. Doch Jesus vergibt jedem, ja stellt euch vor als ER unter schmerzen und geschwächt am Kreuz hing, vergibt er dem Verbrecher der neben ihm am Kreuz hing. Wenn man so nahe am Tod ist, wäre es für uns Menschen normal, wenn man sich nicht mehr für andere interessiert, aber die Liebe von Jesus Christus ist grösser als unser menschlicher Verstand es sich vorstellen kann. Und trotzdem ist es auch für uns Menschen möglich anderen zu vergeben, welche es gar nicht verdient haben. Für Ursula Link und ihre zweite Tochter waren es schmerzvollste Jahre, bis sie die Vergebung des HERRN empfangen hatten. Ab diesem Punkt konnten ihre Wunden langsam geheilt werden und die Hoffnung und Liebe kam wieder in ihr Leben. Mit der Kraft und Liebe Gottes und dem Wissen dass die verstorbene Tochter bereits früher das Leben dem HERRN Jesus anvertraut hat, konnte Ursula Link dem Mörder ihrer Tochter voll und von ganzem Herzen vergeben. Doch dabei ist es nicht geblieben, sondern durch Gottes Führung konnte sie den im sterben liegenden Mörder und die Familienangehörige des Mörders ebenfalls zu Gott führen.

Die Liebe und Vergebung Gottes kann zerstörte Leben wieder reparieren, ja nicht nur reparieren sondern umbauen in ein Werkzeug für den HERRN, um die Liebe und Vergebung Gottes weiterzugeben, «damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.» (Johannes 3,16) Wenn sich jemand das nächste Mal vergeht, dann vergib ihnen und sag ihnen, dass Jesus sie liebt.

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Geschrieben am 18.05.2014 von admin in Bibelstudium, Glauben, Reallife
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Ist Petrus der Felsen?

Vor ein paar Wochen hatten ich in der BGS eine interessante Diskussion mit einem Katholiken und somit kam auch schnell einmal die Frage auf, wieso die katholische Kirche einen Papst hat, bzw. wie das biblisch begründet wird. Auf die damals freizitierte Bibelstelle aus Mätthäus 16,18 konnte ich direkt keine Antwort geben, denn obwohl ich den Text in der Vergangenheit sehr wohl schon gelesen hatte, habe ich nie wirklich weiter darüber nachgedacht. Die Bibelstelle wird jedoch von der katholischen Kirche als grundlegenden Text verwendet, um den Irrglaube mit dem Papst zu begründen und somit sollte man sich schon einmal etwas Zeit nehmen und diesen genauer betrachten.

18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.

Ich bin mir bewusst, dass der Text eigentlich noch weitergeht und man dies und das Vorangegangen ebenfalls betrachtet sollte, aber ich will mich jetzt hier trotzdem nur auf die Behauptung konzentrieren, dass Petrus der ‘Urgründer’ (erster Papst) der Gemeinde/Kirche ist. Vorab sei bemerkt, dass ich nicht Theologie oder Sprachwissenschaften studiert habe und darum muss meine Interpretation nicht korrekt oder komplett sein und ist von verschiedensten Orten zusammen getragen. Trotzdem werde ich aber so tun, als ob ich das alles selbst ‘wüsste’.

Diskussionen über Deutsche Textstellen der Bibel verlaufen oft sehr vage, denn wenn es um ‘Details’ geht, ist eine Übersetzung halt immer nur eine Übersetzung und man sollte sich nicht allzu sehr daran klammern. Im Allgemeinen ist es also immer Hilfreich mit mehreren Übersetzungen oder auch Übertragungen zu arbeiten. So bald es aber dann um einzelne Wörter geht wie z.B. ‘Petrus’ und ‘Felsen’, dann reichen verschiedene Bibelübersetzungen meist nicht mehr und eine Betrachtung des Urtextes ist vonnöten. In der Sonntagsschule lernt man, dass Petrus übersetzt Felsen heisst. Im Griechischen (der original Sprache des neuen Testaments) wird Petrus aber mit Petros wiedergegeben, was übersetzt dann nur ‘Teil des Felsen’ heisst, während für ‘Felsen’ Petra verwendet wird, was dann wirklich Felsen bedeutet.
Es gibt also einen Kontrast zwischen ‘Teil des Felsen’ und ‘Felsen’, doch die Frage wer nun ‘diesen Felsen’ ist, wurde immer noch nicht beantwortet. Doch dazu muss man ein paar Verse zurückgehen:

15 Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?
16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!

Es geht hier also um Jesus Christus und er ist der Felsen, auf den die Gemeinde gebaut ist. Dies muss man sich jetzt nicht so vage mit nur dieser Textstelle zusammendichten, sondern es gibt noch unzählige andere Stellen, wie z.B. Kolosser 1,18a:

18a Und er [Christus] ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde.

Zwar ist Haupt und Felsen nicht der gleiche Begriff, aber die grundlegenden Eigenschaften sind dieselben. Doch wieso bezieht sich ‘dieser Felsen’ auf die vorangegangene Sätze mit Jesus und nicht direkt auf den mit Petrus?
Setzt man nun unsere gemachten Erkenntnisse ein, wird alles etwas klarer:

Und ich sage dir auch [zusätzlich]: Du bist Petrus [Teil des Felsen], und auf diesen Felsen [Christus] will ich meine Gemeinde bauen.

Man kann also die Begriffe ‘Teil des Felsen’ und ‘Felsen’ ähnlich betrachten wie ‘Christ’ und ‘Christus’, wobei dann jedem klar wird, dass ein ‘Teil des Felsen’ ohne ‘Felsen’ nichts ist und ebenfalls ein ‘Christ’ ohne ‘Christus’ nichts ist.
Petrus hatte das grosse Privileg ein Mitgründer (Teil einer Gruppe von Gründer oder Partner eines Gründers) der ersten Gemeinden Christi zu sein, aber er war bei weitem nicht die Grundlage der Gemeinde und es gibt keinen Grund durch dieser Textstelle ein Papsttum zu aufbauen, geschweige denn zu begründen.

Die Torheit suchen

Wie kann man als Christ glauben, dass durch die Weisheiten der Wissenschaft man Gottes Wort komplett neu definieren muss, wenn doch Paulus im 1. Korinther 1,19-20ff schreibt:

Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): «Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.»
Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sibd die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?

Wenn nun also die Weisheit vor Gott eine Torheit ist, wie kann irgend jemand behaupten, dass nach seinem Wissen der Schöpfungsbericht nur eine Parabel/Geschichte ist und man da aus Tagen, Millionen von Jahren machen kann?

Wissenschaft und Forschung ist jedoch vor Gott überhaupt nicht ein Gräuel, aber Gottes Botschaft/sein Wort/die Bibel ist geschaffen als Torheit, als so einfach und simpel, dass es stärker ist als jegliche Theorie und es benötigt keinerlei Ergänzungen oder Neudefinitionen. Es ist eine konstante Wahrheit.

Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind. – 1. Korinther 1,25

Gottes Wort ist absolut gültig und um dies zu akzeptieren, braucht es keine wissenschftliche Beweise, sondern Glauben. Das impliziert auch automatisch, dass man nicht jedes Detail zu 100% verstehen muss bzw. kann. Gott ist nicht an unsere vier Dimensionen gebunden und es ist daher naiv zu glauben, dass man jedes Detail von Gottes Wort verstehen kann.

Die Torheit Gottes lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Nur ein Mensch, der einsieht, sich niemals aus eigener Kraft Frieden mit Gott erkaufen zu können, der wird zu Jesus Christus finden – als seinen Erlöser, der für ihn und seine Sündenschuld stellvertretend am Kreuz litt, starb und nach 3 Tagen auferstand, weil er rein und sündlos war. – LEBEN IST MEHR 2012

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Geschrieben am 06.12.2012 von admin in Bibelstudium, Glauben
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Die Sackgasse

blind-alleyJeden Tag stehen wir vor Entscheidungen aller Art, von kleinen wie z.B. welche Socken man anziehen soll, bis zu grossen, ob man sich nun ein Auto kaufen soll oder nicht, und an jedem dieser Punkte steht einem die Welt voller Möglichkeiten offen. Bei vielen Entscheidungen gibt es meist eine endliche Anzahl Möglichkeiten, doch die Arten und Weisen wie man diese Entscheidung trifft und dann umsetzt sind unendlich. Es geht nicht nur darum ob man nun per Telefon etwas bestellt oder online, sondern fängt bereits beim Bewegen eines Fingers, bei der Strömungsrichtung der ausgeatmeten Luft und beim Elektron, dass sich gerade in eine höhere Stufe katapultiert hat, an. In der Physik gibt es eine Betrachtungsweise des Universum oder besser der Universen, dass es zu jedem Zeitpunkt unendlich viele Universen gibt, welche jeden möglichen (oder vielleicht auch unmöglichen) Zustand, der vielleicht hätte eintreten können, repräsentieren. Es ist somit niemandem möglich etwas über die Zukunft zusagen, doch weiss auch niemand ob an dieser Theorie etwas dran ist. Betrachtet man die Bibel so spricht diese von einem anderen Zeitgeschehen, doch des Spasseshalber nehme ich einmal an, dass die Theorie stimme und betrachte ein paar mögliche Situationen.

  • Am Morgen steh ich auf und such mir ein T-Shirt aus dem Kasten aus und nach kurzem überlegen greif ich mir das schön weisse T-Shirt heraus. Etwas später beim Mittagessen bereue ich diesen Entscheid jedoch, da es nun mit der ebenfalls schön roten Tomatensauce voll ist. Doch hätte ich nun ein rotes T-Shirt genommen, wäre vielleicht genau an diesem Tag die Tomatensauce ausgegangen bevor ich mein Menü erhalten hätte. Was wäre dann wohl mit dem grauen T-Shirt passiert?
  • Müde von der Nachtschicht mit Übungen sitze ich im Zug Richtung Uni, wo eine kleine, jedoch für das Testat wichtige Prüfung ansteht. Vierzehn Minuten sind relativ lange und meine Augen fallen langsam zu. Als ich dann plötzlich von einem Passanten in Affoltern am Albis geweckt werde, ist es bereits zu spät und ich kann die Prüfung vergessen. Auf der Rückfahrt nach Zürich treffe ich dann aber einen längst vergessenen Freund an, mit welchem ich Jahre später durch dieses eine Treffen eine eigene Firma gründe. War es das extra Jahr an der Uni dann nicht doch wert?
  • Als Single hält man doch immer mal etwas Ausschau nach einem möglichen Gegenüber und so trifft man jene und diese, lacht über blöde Witze und am Ende heiratet man doch jemand ganz anderes. Doch was wäre geschehen wenn…?

Für den Menschen sind die Lebenswege unbekannt und man wird immer wieder überrascht durch ‘zufällige’ Ereignisse. Es ist vielleicht möglich mit einer guten Genauigkeit vorherzusagen wie etwas ausgehen könnte, doch wissen kann man es nicht bis es eintritt oder eben vorbeigeht.

Ist es dann nicht viel genialer, wenn man weiss, dass es trotz alldem EINEN gibt, der ALLES weiss? ER kann dir nicht nur sagen was Morgen geschehen wird, nein ER kann dir sogar sagen, was passiert wäre wenn… ER kennt nicht nur das Morgen oder Übermorgen, ER weiss jede Position eines jeden Atoms im ganzen Universum. Doch beim Physischen hört sein Wissen nicht auf, sondern ER kennt auch jegliche Gedanken und den Charakter einer jeder Person inklusive seiner Wünsche und Träume. Dazu fällt mir der folgenden Vers aus Sprüche 16,9 ein:

"Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der HERR allein lenkt seinen Schritt"
(Sprüche 16,9)

Wir denken uns einen Weg, hoffen auf eine mögliche Zukunft, doch wir bestimmen diese nicht. Auch nicht der ‘Zufall’ bestimmt diesen und schon gar nicht das Schicksal. Es ist der wahre und einzige Gott, der Gott Abrahams und Isaaks, der Gott Jerusalems, der Gott der Juden, seinem erwählten Volk.

Im obigen Vers wird meist der “Weg” als Lebensweg betrachtet und das ist auch nicht falsch, doch ich will den Satz einmal wortwörtlich verstehen.
Ein Weg ist eine Verbindung zwischen den beiden Punkten A und B. Nehmen wir nun an, dass diese Strecke gerade sei und wir sie ohne zu verändern wiederholt begehen können. Nach einfacher Mathematik (Wahrscheinlichkeitstheorie) werden wir NIE den EXAKT selben Schritt genau zwei Mal tun. Auch nicht bei Milliarden von Wiederholungen. Ist doch auch logisch, denn wer kann auf Nano- oder Picometer oder noch genauer seinen Schritt bestimmen? Ich nicht, aber Gott kann es! Wir denken uns nun also den Weg von A nach B, doch wo unsere Schritte hintreten, lenkt alleine Gott.

(In der Mathematik würde man nun eine Induktion Anfügen und somit zeigen, dass wenn es auch für einen weiteren Schritt gilt, gilt es automatisch für alle Schritte.)

Nehmt diese Gedanken doch mit und wenn ihr wieder einmal in einer (vermeintlichen) Sackgasse steht, erinnert doch daran, von wem eure Schritte gelenkt werden und manchmal führen einem diese an einen anderen Ort als der ausgedachte Weg.

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Geschrieben am 02.01.2012 von admin in Bibelstudium, Glauben, Reallife
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Jeremia 51,1-33

So nach einer viel zu langen Pause, geht es weiter.

Der HERR spricht sein Gericht über Babel, welches mit seinen geschnitzten, goldenen und vor allem toten Götzen, "alle" Heiden betrunken gemacht hat. Das heisst, Babel hat grossen Einfluss auf die umliegenden Länder genommen und zwar im negativen Sinn. Doch der HERR will nur die Babylonier richten und nicht sein Volk, deshalb ruft er zur Flucht aus dem Lande auf.
Es kommen ein paar Begriffe vor, welche uns vielleicht nicht mehr so geläufig sind. Früher worfelte man das Getreide, d.h. man warf es mit einer Schaufel in die Luft und der Wind trug die Spreu und Spelzen davon. Man bekam somit das (einigermassen) reine Korn. Bevor man dies jedoch tun konnte, mussten zuerst die Getreidekörner von den Ären gelöst werde, was mit dreschen gemeint ist; dieser Prozess fand auf einer Tenne, ein geebneter offener Platz im Feld, statt.
Im Text wird worfeln mit der Auslöschung der Babylonier verbunden. Alles Schlechte (Gottlose) wird vom Wind aus Vers 1 (Armee) fortgetragen (getötet). Das Dreschen wird im Zusammenhang mit der Ernte erwähnt, wobei die Ernte über den ‘Worfeln-Prozess’ geht und nur das gute Korn zurück lässt. Die Spreu wurde dann meist verbrannt – die Gottlosen wurden getötet und sitzen somit im ewigen Feuer.
Allgemein werden in der Bibel die Begriffe Ernte, Worfeln und Dreschen oft mit Gerichthandlung verknüpft.

Zwischen drin wird dann wieder die Grösse und die Macht des HERRN gezeigt.
Es gibt auch noch viele weitere Details, aber das könnt ihr ja selber nachlesen! 😉

Ich bin immer wieder überrascht, wie tiefgründig die Texte in der Bibel geschrieben sind und trotzdem sind sie mittels Bilder einfach zu verstehen.

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Geschrieben am 22.11.2011 von admin in Bibelstudium, Glauben
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Jeremia 50,29-46

Die Gerichtsansage geht weiter für Babel und es sieht schlecht aus, denn Babel wird mit Sodom und Gomorra verglichen und ein solcher Vergleich bedeutet immer, dass alles flieht oder ausgerottet wird, sodass am Ende niemand mehr in diesem Land wohnt (Vers 39).
Durchs Schwert werden fallen die Chaldäer, die Einwohner von Babel und ihre Fürsten, die Wahrsager, die Narren, die Starken, die Rosse und Waagen und alles fremde Volk, das in Babel ist. Doch damit nicht genug, denn die Schätze sollen geplündert werden und eine Dürre soll über das Land kommen.
Das Gericht kam über sie vorallem wegen ihres Götzendienstes, doch auch ihr grosser Stolz trug zu ihrem Fall bei.
Stolz sind wir doch alle manchmal und es ist ja auch erlaubt über seine eigene Kreativität zu staunen, doch vergesst nicht wer uns diese gegeben hat, ja ubs sogar erschaffen hat: der HERR Jesus Christus!

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Geschrieben am 03.10.2011 von admin in Bibelstudium, Glauben
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Jeremia 50,1-28

Auch Babel wird nicht verschont bleiben. Sie wiegten sich in die Sicherheit, dass ihnen nichts angetan werden kann, da sie im ‘Sinne’ des HERRN die Israeliten aus dem Land vertrieben haben (Vers 7), doch wie wir alle wissen ist niemand ohne Sünde und Gott hat Israel als sein Volk ausgewählt. Er züchtigt und bestraft sein Volk, wird es jedoch nie verlassen.
Der HERR schickt von Norden her ein Volk, ja sogar ein Heer grosser Völker (Vers 9) um gegen Babel zu ziehen. Das Gericht Ende für Babel nicht gut, denn es steht geschrieben, dass niemand mehr darin [in Babel] wohnen wird, weder Menschen noch Vieh (Vers 3) oder wegen des Zornes des HERRN wird sie unbewohnt bleiben und gänzlich verwüstet werden.

Es gibt viele die Gott schön reden wollen und behaupten, dass Gott nur ein Gott der Liebe ist und all den Rest über Gericht weglassen. Solche Leute haben wohl das Alte Testament noch nie gelesen oder sind der Überzeugung, dass sich Gott mit dem Neuen Testament geändert hat. Doch Gott der HERR ist der selben von Ewigkeit zu Ewigkeit, da kann die Zeit nichts daran ändern. Was wir durch das Neue Testament oder viel mehr durch den HERRN Jesus Christus erlangt haben, ist ein Fürsprecher, ein Anwalt, welcher unsere Sünden und Verfehlungen auf sich nahm, ja sein Leben opferte um uns vor dem allmächtigen Gott zu verteidigen. Jesus sitzt zur Rechten Gottes und setzt sich täglich, ja sogar in jeder Sekunde für uns ein. Doch das gibt uns noch lange keinen Freipass, dass wir tun und lassen können was wir wollen. Nein, denn wir müssen und sollen unsere Sünden täglich neu eingestehen und sollen jede Verfehlung vor den HERRN bringen und nur durch den Glauben wird uns vergeben.

Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich noch nie einen Krieg persönlich erleben musste.

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Geschrieben am 28.09.2011 von admin in Bibelstudium, Glauben
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Jeremia 49,23-39

Der HERR spricht durch Jeremia wieder zu drei verschiedenen Völker:

  1. Damaskus: Was nun genau die böse Nachricht ist, kann ich vom Text her nicht erkennen. Zumindest löst es eine Massenpanik aus und alle flüchten aus der Stadt. Die Paläste von Ben-Hadad werden durch Feuer zerstört.
  2. Kedar und Hazor: Wieder verwendet der HEER Nebukadnezar als sein Werkzeug um die Bewohner der beiden Ländern (obwohl nach dem ersten Vers nur noch Hazor genannt wird) zu vertreiben. Sie werden in alle Himmelsrichtungen entfliehen und nicht mehr zurückkehren, ansonsten würden sich die wilden Tiere wie Schakale nicht dort einquartieren.
  3. Elam: Vers 34 enthält eine zeitliche Angabe (“im Anfang der Regierung Zedekias”), welche nebst den Bibelgeschichte Interessierten auch den Historikern eine zeitliche Einordnung der Welt- und Glaubensgeschichte geben. Oft kommen uns die Namens Angaben und Auflistungen sehr unnötig vor, doch denkt euch einmal all die Hinweise weg. Wäre es uns immer noch möglich die Ereignisse einzuordnen oder mit anderen historischen Texten zu vergleichen? Wohl kaum, weiter würde die Bibel viel unglaubwürdiger sein. Doch zurück zum Text…
    Der HERR zerbricht den Bogen sprich die Waffe der Elamiter und vertreibt sie mit dem Schwert aus dem Lande. Doch als einziges der drei Gebiete erhält Elam eine Verheissung, dass es aus der Gefangenschaft auch wieder frei kommt.

Bis anhin fand ich die Texte der grossen Propheten immer recht mühsam. Meistens geht es um das Gleiche; die Propheten warnen ein Volk vor einem Gericht. Langsam erkenne ich, dass die Ereignisse alle einen Kontext haben, auch wenn ich diesen nicht immer erkenne, und das Ganze wird da durch doch noch recht interessant.

Das Meiste des Alten Testaments sollte eigentlich an den Schulen im Geschichtsunterricht gelernt werden. Okay, es wäre vielleicht etwas zu sehr fokussiert auch eine Region, doch es wäre jedenfalls greifbarer und mit viele Fakten und Details belegt, was wann wo wie geschehen ist. Ich wage einmal zu behaupten, dass es keine anderen Quellen gibt, welche so vieles, über so viele verschiedene Völker und Länder, über eine solch lange Zeit in einem Buch enthält, wie die Bibel.

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Geschrieben am 28.09.2011 von admin in Bibelstudium, Glauben
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