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Geplante Obsoleszenz

Wir leben in einer Wirtschaftsgesellschaft, welche zu 100% auf Konsum und Wachstum aufbaut und dieses Vertrauen begann in der industriellen Revolution, doch das “Geheimnis” dahinter ist den meisten nur knapp bekannt und ist am Auffäligstem für das Portemonnaie. Der Begriff Obsoleszenz wird von Wikipedia wie folgt definiert:

Der Begriff Obsoleszenz (vom Altlateinischen Verb obsolescere, dt. in Vergessenheit geraten, vergessen sein) bezeichnet das künstliche oder natürliche Veralten eines Produktes. Das zugehörige Adjektiv obsolet im Sinne von nicht mehr gebräuchlich bzw. hinfällig bezeichnet generell Veraltetes, meist Normen, Therapien oder Gerätschaften. — Wikipedia

Die Definition an sich ist ja harmlos, doch das hinzugeben des Wortes “geplant”, lässt einem alles aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. Um den Konsum und das Wachstum konstant anzukurbeln werden die meisten Produkte extra mit einer sehr kurzen Lebensdauer versehen, ja zum Teil wurden/werden die “zu perfekten” Produkte extra wieder manipuliert, um eine geringere und kurzlebigere Qualität zu erreichen und man somit mehr Profit daraus schlagen kann. Doch nebst der Manipulation der Lebensdauer gibt es auch andere Möglichkeiten, wie z.B. das stetige Verändern des Designs, was den konsumsüchtigen Kunden zu einem Neukauf bewegt oder evtl. schon fast zwingt. Der ganze Zyklus müsste uns ja auch gar nicht stören, schliesslich bringt mehr Konsum mehr Wachstum und mehr Wachstum mehr Lohn, doch dann würden wir vergessen oder gar verdrängen, dass es auf unserem Planeten nur endlich viele Ressourcen gibt und wir diese irgendwann einmal soweit ausgeschöpft haben, dass die schreienden Konsumenten nicht mehr befriedigt werden können. Und obwohl die Firmen von all dem wissen und sich versuchen möglichst “grün” zugeben, bringen sie täglich neue Produkte mit einem baldigen Ablaufdatum auf den Markt.

Auf das Thema aufmerksam wurde ich durch eine Arte Reportage, welche etwa 1.25 Stunden dauert und auf Deutsch, Englisch und Französisch auf Youtube betrachtet werden kann. Ich habe hier die Deutsche Version eingebunden.

Nun möchte ich dem Thema noch ein aus meiner Sicht gutes (im negativen Sinne) Beispiel aufzeigen und da ich die Firma Apple nicht besonders mag, verwende sie als Beispiel.
Apple stellt sich als innovativ und umweltfreundlich dar, doch ihre Strategie ist alles andere als innovativ und umweltfreundlich. In einem jährlichen Zyklus bringen sie “verbesserte” Produkte ihrer Vorgänger heraus, doch die sogenannten Verbesserungen sind dann aber meist nur sehr oberflächlich. Jede Version kommt mit einem, ihrer Meinung nach, etwas verbessertem Look daher. Weiter werden noch ein paar softwaretechnische Erneuerungen eingebaut, welche meist ebenso gut auf den alten Geräten hätten veröffentlicht werden können, dort jedoch extra nicht verfügbar gemacht werden. Die Seite der Hardware, also dem physikalischen Teil was eigentlich der Hauptgrund für eine neue Version sein müsste, wird dann nicht zu selten schwach erweitert. Die sogenannten “Erneuerungen” standen nicht zu selten bereits vor der Herausgabe der ersten Version zur Verfügung, wurden jedoch extra “aufgespart”, um dann später alles neu und “revolutionär” in der neuen Version anzupreisen. Vergleichsweise Produkte bringen solche Erweiterungen oft standardmässig mit. Das tragische an der ganzen Geschichte ist dann aber, dass die Konsumenten auf diesen Geldmachertrick reinfallen und sich jedes neue Produkt von Apple kaufen, egal ob das Neue gerade mal knapp ein Jahr alt ist und noch vollkommen funktionsfähig. Schlimm finde ich vor allem Leute, welche sich ein neues Produkt nur kaufen, wegen dem neuen Design, solche Leute sind einfach Konsum süchtig.

Genug der Theorie wollt ihr mal ein Beispiel? Dann nehmt doch einfach mal das iPhone 4 und das iPhone 4S. Was ist der Unterschied? Genau: Siri und iOS 5! Doch warte mal kurz, iOS 5 läuft ebenso auf dem iPhone 4 und der Code von Siri kommt jetzt nicht von Pluton, sondern könnte von iPhone 4 und sogar noch weiter abwärts ausgeführt werden.
Nicht genug? Dann nehmt doch mal iPad vs iPad 2 oder allgemein iPhone X vs iPhone X++

Ich bin mir bewusst, dass die meisten Firmen diesen Weg gehen und Apple “nur” intelligent ist und somit Milliarden von Gewinnen erzielt, aber die Skrupellosigkeit, wie z. B. Produkte nicht gross Upgrade fähig zu machen, sondern den Kunden zu zwingen ein komplett neues Produkt zu kaufen, ist mitunter ein Grund, wieso ich keine Appleprodukte kaufen werde.

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Geschrieben am 21.02.2012 von admin in Computer, Medien, Reallife
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Steve Jobs RIP

steve-jobs Obwohl ich überhaupt kein Fan von Steve Jobs war, so wäre es naiv, den grossen Visionär. Er hatte wohl einen der grössten Einflüsse in der digitalen Welt. Auf der Apple Website wurde gestern ein Foto von ihm mit seinen Jahreszahlen veröffentlicht, später wurde dann noch ein kurzer Nachruf hinzugefügt. Jobs litt seit mehreren Jahren an Krebs und hat nun den Kampf gestern verloren.
Steve war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um mit seiner Entwicklung von Mikroprozessoren die Welt zu verändern. Manchmal mit und oft gegen Microsoft wurde die Welt von Computern revolutionierte. Doch Steve war nicht nur bekannt durch seine technischen Fertigkeiten, sondern wurde oft mehr durch seine Designs bewundert. Es darf auch nicht seine grosse und Risikoreiche Investition in PIXAR, welche ihm am Ende viele Millionen einspielte und ihm unteranderem auch eine gute Basis für Apple legte.

Steve Jobs prägte unsere Zeit und unser digitales Leben.

May he rest in peace!

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Geschrieben am 06.10.2011 von admin in Computer, News
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Problem: Raubkopie

Ich stelle nun einmal die These auf, dass jeder regelmässiger Benutzer des Internets bereits in irgendeiner Art das “Urheberrecht“ verletzt hat. Und wenn nicht im Internet, dann sicherlich beim Kopieren aus einem Buch o.ä.

Vor knapp 1000 Jahre war das Drucken mit beweglichen Lettern zum ersten Mal verwendet worden und vor knapp 500 Jahre wurde die Technik auch in Europa bekannt. Jede gedruckte Seite zählte wohl am Anfang als sehr wertvoll und jeder Autor war am Anfang wohl sehr froh, wenn seine Texte auch ohne “Erlaubnis” kopiert wurden.

Heute hat man die Perfektion der Kopie erlangt, nämlich das digitale Medium. Obwohl nun die Darstellung auch von System zu System ein wenig variiert, so lässt sich ein Text, mit Bildern und allem Drum und Dran, mit einem Tastendruck kopieren. Doch das Selbe funktioniert auch mit ganzen Büchern, Musik und Filmen. Doch nun kommt das Problem, dass viele Leute von dem Verkauf dieser Werke leben und deshalb nicht glücklich über Kopien sind, sondern versuchen diese um alles in Welt zu verhindern, oft ohne zu merken, wie viel Geld und Energie sie das wiederum kostet.

Worauf ich nun eigentlich kommen möchte ist, dass das Model des physikalischen Mediums nicht mehr dem heutigen “Zeitgeist” entspricht. Es ist schlicht und einfach veraltet.

Wieso soll ich 20 Fr. ausgeben um mir eine DVD zu kaufen, wenn sie erstens Pflicht-Werbung enthält, zweitens danach in irgend einem Regal verstaubt und drittens nach ein paar Jahren sowieso nicht mehr lesbar ist!?

Zum Glück bin ich jedoch nicht der Einzige der so denkt. Peter Serafinowicz, ein bekannter britischer Autor/Produzent/Filmregisseur/Schauspieler/Musiker/Komiker/Sprecher(/Geek) schreibt über seine Erfahrungen.

Why I steal movies even ones I’m in – Peter Serafinowicz

Den Artikel find ich wirklich genial. Was ich persönlich, als Anti-Apple-Person, anfügen möchte ist, dass die Lösung wenn möglich nicht iTunes heissen sollte.

Nun steht natürlich die Frage im Raum wie sähe denn nun das neue Modell aus?
Wie genau dass es aussehen soll kann ich jedoch nicht sagen, die Eigenschaft die es haben sollte, jedoch schon.

  • Einigermassen standardisiert, damit es universell angewendet werden kann
  • Nicht von einem Konzern/Firma abhängig, jeder soll die Möglichkeit dazu haben!
  • Universelle, einfache und sichere Geldabhandlung
  • 100% Eigentumsrecht, sprich (fast) kein Kopierschutz, schon gar nicht DRM!

Der letzte Punkt ist mir sehr wichtig, denn immer mehr wird Geld für etwas ausgegeben, worüber man schlussendlich gar nicht volle Kontrolle darüber hat, was der Zwischenfall von Amazon zeigt!
Wieso soll ich mir Musik kaufen, welche ich NUR mit Hilfe von iTunes hören kann und nicht die Möglichkeit habe, meine teuer erkaufte Musik auf einen NICHT Apple MP3-Player (Ja nicht alles was Musik abspielt heisst iPod!) zu laden?!

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Geschrieben am 16.05.2010 von admin in Computer, Medien, Reallife, Web
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Apple vs. Microsoft

Als ich den Feed der Gulli:News aktualisiert habe, bin ich auf die News mit dem gleiche Titel gestossen.

Ich möchte hier aber nicht wirklich Microsoft gegen Apple stellen sondern mich eigentlich nur lustig über Apple mache. Das WIndows 7 Logo hab ich einfach aus Spass eingebaut und dient überhaupt nicht dem Inhalt. Ihre Anzeige verweist auf den Link www.apple.com/getamac. Da ich mich nun schon öfters gefragt habe, wie Leute auf die Idee kommen sich einen Mac zu kaufen, bin ich dem Link gefolgt (natürlich nicht über Google, da bei mir ja dank AdBlocker sowieso keine Werbung auf Google angezeigt wird). Enttäuschent musste ich dann feststellen, dass es dort gar keine Animation zu bestaunen gibt, sondern nur ein violetter Fleck mit einer schwarzen Umrahmung. Tollerweise gibt es unten dann einen Link mit der Aufschrift “Watch the ads”. *Klick* Und dann musste ich nur lachen, was steht da ganz Gross auf dem Bildschirm: “QuickTime required. Free download”. Nur um ihre ach so tolle Werbung anzusehen muss ich mir nun extra ihren Player herunterladen, da sie es aus ihrem Ego nicht herausschaffen mit “normalen” Mitteln wie einem FlashPlayer.

Dann schau ich halt die Werbung nicht und werde somit auch nicht überzeugter, warum man einen Mac kaufen soll.

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Geschrieben am 02.11.2009 von admin in Computer, News, Windows
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